Soziale Eingebundenheit im Alter – Eine Frage unserer Altersbilder?

Wenn wir als Menschen an unser Alter, das Älterwerden oder allgemein an alte Menschen denken, überwiegen meist Vorstellungen des Verlustes und Verfalls gegenüber Bildern des Wachstums und Zugewinns. Aber können diese Bilder vom Alter(n) die Unterschiede in der Art und Weise wie wir älter werden erklären? Zahlreiche experimentelle und longitudinale Forschungsarbeiten haben in den vergangenen Jahren über den bemerkenswerten Einfluss von Altersbildern u.a. auf die individuelle Gesundheit, Langlebigkeit und das Wohlbefinden berichtet.  Nur wenig ist über den Einfluss und die zugrundeliegenden Mechanismen von Altersbildern auf die soziale Eingebundenheit und das Erleben von Beziehungen von Individuen bekannt und es stellt sich die Frage der Kausalität – bestimmen unsere Bilder vom Alter unsere soziale Einbettung oder ist es nicht wahrscheinlicher, dass Individuen, die ihre sozialen Beziehungen positiv bewerten und ein sozial aktives Leben führen, auch positivere Bilder vom Alter(n) entwickeln als Personen mit einer nur wenig ausgeprägten sozialen Einbettung?   

Diesen und weiteren Fragestellungen zum Thema Alternsbilder und sozialer Beziehungen im mittleren und höheren Erwachsenenalter wird in den nächsten Jahren im Rahmen eines Dissertationsprojekt am Arbeitsbereich für Psychologie des Alterns an der Universität Wien, in mehreren Untersuchungen (längsschnittliche-, experimentelle Untersuchung, Interventionsstudie) nachgegangen, zumal unsere Beziehungen und das Gefühl sozialer Verbundenheit zu anderen ein langes, gesundes und zufriedenes Altern maßgeblich begünstigen.

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Finanzierung/Auftraggeber
Universität Wien