ALTERSBILDER, ALTERSKULTUREN UND SOZIALE TEILHABE

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App-solute Neuigkeiten: Intergenerationelles Lernen über die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Alltagshandlung "Zeitunglesen"

In Kooperation mit der Kleinen Zeitung startete im März 2020 das zweijährige Forschungsprojekt „App-solute Neuigkeiten“ unter der Leitung von Assoz.-Prof. Dr. Ulla Kriebernegg an der Karl-Franzens-Universität Graz, das sich dem Thema „Zeitunglesen“ im Kontext der Digitalisierung widmet. Das Forschungsprojekt, das im Rahmen des „Zukunftsfonds Steiermark“ vom Land Steiermark gefördert wird, ermöglicht einen Erfahrungsaustausch zwischen Studierenden und SteirerInnen 60+ über die Alltagshandlung „Zeitunglesen“.

Age-friendly Environment Activists

Das Projekt „Age-friendly Environment Activists“ widmet sich einem sehr wichtigen Thema: Unsere Lebenswelten sollten so gestaltet sein, dass sich auch ältere Menschen darin wohlfühlen und gut leben können. Ältere Frauen und Männer sollten bei (Um-)Gestaltungsprozessen aber auch zu Wort kommen, damit ihre Bedürfnisse entsprechend berücksichtigt werden. „Age-friendly Environment Activists“ bietet für die Zielgruppe (65+) Informationen, Unterstützung und Training.

queraum ist als österreichische Partnerorganisation an diesem EU-Projekt beteiligt.


CAA - Centre of Active Ageing

Das Projekt CAA soll im  Einklang mit den Rahmen-Gesundheitszielen (R-GZ) für Österreich, dem Nationalen Gesundheitspgrogramm der Slowakei, den Empfehlungen des Lancet Physical Activity Series Executive Committee und der WHO die politischen Entscheidungsträger ermutigen, körperliche Aktivität ernst zu nehmen, die Menschen zu motivieren und auch die Möglichkeiten schaffen, es regelmäßig zu tun.


Bildung als Voraussetzung für sozio-kulturelle Teilhabe

Bildung und Lernen sind zentrale Voraussetzung für die soziale Inklusion älterer Menschen. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels bildet sich eine neue, nachberufliche Lebensphase heraus, die durch kulturellen Aufwand– wie Bildung, Ehrenamt oder kulturelle Aktivitäten – gestaltet werden will.


Altern im Kontext der Migration. Herausforderungen der sozialen und kulturellen Diversität der älteren Bevölkerung für Österreichs Städte und Gemeinden

In Österreich leben derzeit rund 190.000 Menschen ausländischer Herkunft, die älter als 65 Jahre sind, davon gehört etwa ein Drittel der ersten Generation der ehemaligen Arbeitsmigration aus der Türkei und Jugoslawien an, etwa die Hälfte von ihnen besitzt die österreichische Staatsbürgerschaft. Die Studie liefert erstmals für Österreich eine sozialwissenschaftliche Expertise zu den Handlungsanforderungen von Städten und Gemeinden in Hinblick auf die Lebenssituation der älteren Bevölkerung ausländischer Herkunft in Bezug auf (häusliche wie außerhäusliche) Pflege und Betreuung.


Kulturstile älterer Menschen

Während die meisten Studien zum Freizeitverhalten älterer Menschen abnehmende Beteiligungsraten mit steigendem Alter immer wieder diskutieren, verweisen europäische Survey-Daten auf ein stärkeres künstlerisch-kreatives Engagement höherer Altersgruppen. Künstlerische und kreative Tätigkeiten älterer Menschen standen in der gerontologischen Forschung lange in ihrem Potential zur Erhaltung kognitiver Fähigkeiten aus einer therapeutisch-medizinischen Perspektive im Vordergrund (Fraser et al. 2015).


Zeitzeugen

Im Rahmen eines Zeitzeugenprojekts untersuchten 12 Studierende die Berufserfahrungen von Fürsorgerinnen in der Mitte des 20. Jahrhunderts in Oberösterreich. Mit Hilfe der geschichtswissenschaftlichen Methode der Oral History wurden insgesamt 12 Frauen interviewt. Daraus wurden zum Teil bislang unbekannte Erkenntnisse über Kontinuitäten und Brüche in Ausbildung, Arbeitsalltag, etc. gewonnen – vor allem in Hinblick auf die NS- und Nachkriegszeit. Das Projekt stellt wahrscheinlich eine der letzten Möglichkeiten dar, Zeugnisse erlebter Sozialarbeit aus dem „Dritten Reich“ festzuhalten.


Erinnerungsgemeinschaften in Kärnten. Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg im kollektiven Gedächtnis der Jugendlichen OeNB

Das Forschungsprojekt geht der Leitfrage nach, wie in Kärnten Erinnerungen an und Bildungswissen über die Zeit des Nationalsozialismus an die Enkelgeneration der ZeitzeugInnen weitergegebenwerden. Zugleich wird herausgearbeitet, auf welche Weise diese Generation das öffentliche und private Erinnern mitprägt. Ziel ist es, die verschiedenen „Kärntner Erinnerungsgemeinschaften“ zucharakterisieren und zu verstehen, welche Rolle Jugendliche im gemeinsamen Diskurs dieserErinnerungsgemeinschaften spielen.


Weisheit im wirklichen Leben: Zum Umgang weiser und weniger weiser Menschen mit Daily Uplifts und Daily Hassles.

Eine aktuelle Kontroverse befasst sich mit dem Verhältnis von Weisheit zu positivem Affekt, Wohlbefinden und Lebenszufriedenheit:sind weise Personen glücklicher als andere oder wird ihnen ein Glücklichsein durch ihre Bewusstheit der weniger erfreulichen Seiten des Daseins erschwert? Wir vermuten, dass „beides stimmt“: weise Menschen sind sich der schwierigen Aspekte der menschlichen Existenz bewusster als andere, sind aber auch besser in der Lage, mit ihren Gefühlen optimal umzugehen (Staudinger& Glück, 2011).