CongeniAAL - Integration komplementärer AAL-Entwicklungen zu einem modularen, interoperativen und multifunktionalen AAL-System

Ausgangssituation

Zur Wahrung und Förderung der Sicherheit und Gesundheit älterer Menschen wird neben einem generellen Aktivitäts- und Vitaldatenmonitoring das zuverlässige Erkennen von Stürzen als besonders wichtig erachtet. Dabei können sowohl am Körper getragene als auch im Raum angebrachte Sensoren verwendet werden, wobei alle diese Verfahren ihre systemimmanenten Vor- und Nachteile in Bezug auf Zuverlässigkeit, Akzeptanz und ethische Gesichtspunkte haben. Obwohl Sicherheitsaspekte durchaus als wichtig für ein eigenständiges Leben im Alter angesehen werden, sind sie trotzdem meist kein ausreichender Motivator für eine Anschaffung. Nur AAL Systeme, die auch außerhalb von Notsituationen einen täglich erlebbaren Nutzen bieten, und die sich modular auf die jeweiligen Anforderungen der Nutzer und Nutzerinnen einrichten lassen, werden am Markt eine reale Chance haben.

Ein erster CongeniAAL Demonstrator wurde am AAL Summit 2014 gezeigt.

eHome und CongeniAAL wurden am Image removed.UDAY XII "Assistenztechnik für betreutes Wohnen", am 16. Mai 2014 in Dornbirn vorgestellt

Es wurden umfangreiche Untersuchungen zu komplementären Sturzsensoren unter simulierten realitätsnahen Sturzbedingungen durchgeführt. Anschließend erfolgte die Evaluierung des Systems mit primären und sekundären Endbenutzer/-innen in nachgestellter Wohnumgebung.

Mittlerweile konnte das Projekt nach Auswertung der Endevaluierung erfolgreich abgeschlossen werden.

Credit: CongeniAAL

Projektziel

Das Projekt CongeniAAL beabsichtigt, die wesentlichsten der oben angeführten Markt- bzw. Akzeptanzhindernisse durch die Zusammenführung von zwei einander in idealer Weise ergänzender Projekte / Produkte zu überwinden (daher auch der gewählte Projektname).

  • CongeniAAL vereint die Stärken von Vivid und eHome zu einem innovativen System mit erhöhter Funktionalität, Modularität und Flexibilität.
  • Als wesentlicher Zusatznutzen, der über die reine Sturzerkennung und Alarmierung hinausgeht, kommt durch das Projekt ein flexibles User-Interface (Touch Screen, Tablet) hinzu, das Videotelefonie, Darstellung von Vitalparametern, einfachen Internetzugriff und eine Erinnerungsfunktion bietet.
  • Weiters erfolgt im Projekt eine generelle Untersuchung zur Verwendung und Fusionierung verschiedener Sensortypen und die beispielhafte systemische Konzeption einer offenen AAL-Plattform, die nicht nur die Symbiose von Vivid und eHome gestattet, sondern sich so an den sich abzeichnenden internationalen Standards ausrichtet, dass sich später auch Komponenten von Drittanbietern in das System interoperabel einbinden lassen.

Als kurzfristiges Ergebnis wird die Entwicklung eines marktfähigen modularen Systems mit Produktumsetzung in einem Zeithorizont von 6-12 Monaten nach Projektende angestrebt. Die mittelfristig und langfristig Ergebnisse (18-24 Monaten nach Projektende) umfassen neue Erkenntnisse zur Fusion komplementärer Sturzsensoren sowie die Entwicklung einer offenen Strategie für AAL Plattformen, die die Interoperabilität mit Komponenten von Drittanbietern in Zukunft nachhaltig begünstigt.

Beginn
Ende
Finanzierung/Auftraggeber
bmvit und FFG: Programmlinie benefit (7. Ausschreibung) mit der Projektnummer 835862
Projektpartner
  • Technische Universität Wien - Institut für Gestaltungs- & Wirkungsforschung / Zentrum für Angewandte Assistierende Technologien
  • externer Link:CEIT RALTEC gem.n. GmbH bis Februar 2014
  • externer Link:LOIDL Consulting & IT Services GmbH
  • externer Link:LieberLieber Software GmbH
  • externer Link:Fachhochschule Kärnten ab Mai 2014