Alter(n) in der kapitalistischen Gesellschaft

1210 Wien

Generationendynamik und Altersfeindlichkeit

Veranstaltung der Zukunftswerkstatt Gesundheitspolitik
mit einem Vortrag von Andreas Stückler (Österreichische Plattform für Interdisziplinäre Alternsfragen)

10.11.2026, 19.00 Uhr
Antonia-Stockinger-Lokal der KPÖ Floridsdorf
1210 Wien

Altern ist zunächst ein biologischer Prozess, dem alles Lebende unterworfen ist. Es kann allerdings nicht unabhängig von der Gesellschaft gesehen werden, in der wir leben. Diese ist stark von Leistungs- und Produktivitätsimperativen geprägt, die auch vor dem Alter nicht Halt machen. Alt werden ist willkommen – solange man aktiv, produktiv, gesund und jung geblieben erscheint. Krankheit, Pflegebedürftigkeit und körperliche Einschränkungen werden hingegen verdrängt. So wird Alter(n) gesellschaftlich abgespalten – bis hin zur Fantasie, es durch die wachsende Anti-Ageing-Industrie letztlich überwinden zu können.
In seinen vielen Facetten und Ausdrucksweisen wird der Begriff des „Ageismus“ erläutert, der mehr ist als einfache Altersdiskriminierung. Vielmehr handelt es sich dabei um eine strukturelle Altersfeindlichkeit, die tief in den Logiken der kapitalistischen Gesellschaft verankert ist.